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Nacht der offenen Kirchen für Kinder im Kreis Leverkusen
Eine Märchennacht für Kinder mit Geschichten aus 1001 Nacht

 

 

Lagerfeuerstimmung in der Hitdorfer Fliednerkirche.

 

Rund 20 evangelische Gemeinden in Leverkusen und Leichlingen feierten im Rahmen der
Nacht der offenen Kirche das 50-jährige Bestehen des evangelischen Kirchenkreises.

Für Kinder gab es in Hitdorf ein besonderes Programm:

 
Zur Nacht der offenen Kirche hatten am Wochenende rund 20 evangelische

Gemeinden in Leverkusen und Leichlingen eingeladen, um das 50-jährige

Bestehen des evangelischen Kirchenkreises zu feiern. In Hitdorf hatte sich Pfarrerin Tanja Kraski

etwas Besonderes ausgedacht – eine Märchennacht für Kinder mit Geschichten aus 1001 Nacht.

Der Andrang darauf war groß: 36 Kinder kamen in die Fliednerkirche in Hitdorf, legten ihre Matratzen

in den Keller und sammelten sich vor dem Eingang der Kirche. Beim Betreten wies Frau Kraski die Kinder

darauf hin, die Schuhe auszuziehen, denn das täten die Gläubigen im fernen Orient auch, bevor sie

eine Moschee beträten.

 
Im Inneren wurde Pfarrerin Tanja Kraski überrascht. „Ich kenne viele der Kinder hier aus dem

Schulgottesdienst. Und da ist immer noch der ein oder andere am quatschen“ Doch dem war nicht so,

als Brigitte von Dobbeler begann, den Kindern Märchen zu erzählen. Von Dobbeler ist

ausgebildete Märchenerzählerin und Mitglied der europäischen Märchengesellschaft.

Für ihre Darbietung hatte sie den Raum, in dem sich sonst die evangelischen Gläubigen Hitdorfs treffen,

in eine kleine Welt aus 1001 Nacht verwandelt. Bunte Kissen lagen auf dem Boden, die Kerzen brannten

und über ihnen hing ein bunter Baldachin.

 

Von Helden und Ungeheuern

Die Atmosphäre des Raumes und die Erzählkraft von Frau von Dobbeler sorgten für gespanntes Schweigen

der Kinder, während sie den Geschichten über Reistöpfchen, Helden und Ungeheuern lauschten.

Und auch als die Geschichten zu Ende waren, verließen die Kinder ruhig die Kirche. "Märchen berühren

einfach die Seele", sagte Frau von Dobbeler. Laut sei es nie, wenn sie anfange zu erzählen.

Laut wurde es dafür wieder später, als es zum Essen ging, denn nach Frau von Dobbelers Vortrag war der

Abend noch nicht zu Ende. "Jetzt wird erst gegessen, dann gehen wir auf eine nächtliche Schatzsuche durch

Hitdorf und vor dem Schlafen gibt es noch mehr Märchen, dann allerdings nicht professionell. "Und um 23 Uhr

ist Nachtruhe", sagte Kraski und lächelte. So ganz schien sie noch nicht zu glauben, dass um elf am Abend

tatsächlich Ruhe einkehren würde.

 

Leverkusener Anzeiger / 24.09.2012
Bericht von  Maximilian Doeckel